Mit dem ersten Hannes Burgdorf Preis
wird der Stuttgarter Künstler Jörg Mandernach ausgezeichnet
Großzügig angelegte Zeicheninstallationen
zur Ausstellung
Der von Hannes Burgdorf gestiftete und gemeinsam mit dem Galerieverein und der Stadt Leonberg ins Leben gerufene Kunstpreis beinhaltetet zusätzlich zum Preisgeld auch eine Einzelausstellung des Preisträgers im Galerieverein Leonberg sowie einen Katalog zur Ausstellung, für den Burgdorf weitere 5000 Euro stiftet.

1. Juni 2013. Von Barbara Bross-Winkler, Leonberger Kreiszeitung

Die Ausstellungseröffnung wird im Januar 2014 im Rahmen der Preisverleihung stattfinden. Mit dem Preis sollten zeitgenössische Künstler ausgezeichnet werden, die »eigenständig und wegweisend mit unterschiedlichen Arbeiten der abstrakten, vorzugsweise gegenstandslosen Kunst hervorgetreten sind«, erklärt die Stadt. Verliehen wird der Preis alle drei Jahre an Künstler im Alter von 40 und 50 Jahren, die vorwiegend in Baden-Württemberg aktiv sind, deren Werk eine gewisse Anerkennung erhalten hat, die aber bislang keinen größeren Kunstpreis erhalten haben.

Neben dem Stifter selbst gehören der Jury die Rektorin der Stuttgarter Kunsthochschule, Petra von Olschowski, der Bildhauer und Maler Camill Leberer, die Leonberger Kulturamtsleiterin Christina Ossowski und die Vorsitzende des Galerievereins, Eva Ott, an.

Der erste Preisträger, Jörg Mandernach, ist 1963 in Saarbrücken geboren und hat an der Staatlichen Akademie für Bildende Künstler in Stuttgart studiert. Seit 2012 lehrt er an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Seine Werke sind vielfach in Museen und Galerien gezeigt worden.

Die Preisvergabe an Mandernach begründet die Jury mit seinen »großzügig
angelegten Zeicheninstallationen, die er auf Wänden und im Raum realisiert«.
In seiner Arbeit vermische Mandernach malerische und grafische Techniken
gekonnt mit experimentellen Materialien und Gestaltungsmitteln, mit denen er
»traditionelle Abgrenzungen zwischen dem Bildraum und dem realen Raum« aufhebe.

Dem Künstler, heißt es weiter in der Begründung, gelinge es eine Fülle »geheimnisvoller Zeichen aus seinem persönlichen Bildarchiv in diese Installationen einzubeziehen und mit persönlichen, gesellschaftlichen sowie kulturgeschichtlichen Aspekten« zu verknüpfen.

Hannes-Burgdorf-Preis
Der Stifter